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Der Schreibprozess von Knight & Freud – Part 1: Die Vorbereitung

  • Autorenbild: Caroline Barns
    Caroline Barns
  • vor 6 Tagen
  • 3 Min. Lesezeit

Heute möchte ich erzählen, wie der Schreibprozess bei „Knight & Freud“ ablief. Da ich es selbst immer super spannend finde, wenn andere Autor:innen über ihre Arbeitsweise berichten, wollte ich einmal alles festhalten, was mir dazu noch einfällt.

Nebenbei eine kleine Notiz an mich selbst: Bei zukünftigen Projekten sollte ich den Entstehungsprozess etwas genauer dokumentieren, damit nichts in Vergessenheit gerät.


Vom Buchumfang zur Kapitelplanung

Angefangen habe ich – eher unüblich – mit dem Umfang des Buches. Dafür schreibe ich mir zunächst eine grobe Anzahl an Kapiteln auf (die sich im Laufe des Schreibens allerdings fast immer ändert) und überlege mir, wie die Geschichte grundsätzlich aussehen soll.

Nur zur Einordnung: Ich hatte ursprünglich mit etwa 450 Seiten gerechnet. Am Ende sind es 600 geworden. Das klappt also auch nicht immer so, wie geplant :D


Charaktere = Herzstück der Geschichte

Durch die ursprüngliche Kurzgeschichte gab es bereits einige Charaktere, die fest eingeplant waren. Da deren Entwicklung jedoch eine zentrale Rolle in der Geschichte spielt, mussten sie noch weiter ausgearbeitet werden.

Ich habe deshalb ausführliche Charakterbögen erstellt, in denen Aussehen, Hintergrundgeschichte und Rolle in der Handlung festgehalten werden. Auf diese Weise entstehen automatisch neue Figuren – zum Beispiel Jennas Eltern oder ihr Bruder Elijah.

Gleichzeitig überlege ich mir, welche Themen ich in meinen bisherigen Büchern vielleicht noch gar nicht oder nur am Rande behandelt habe und die (untergeordnet) eine Rolle spielen könnten. Da Jenna und ihr Bruder bewusst sehr unterschiedlich sein sollten, habe ich Elijah ein starkes Interesse an Religion mitgegeben.

Das wiederum warf plötzlich eine ganz neue Frage auf: Was würden Religionsgemeinschaften eigentlich davon halten, wenn die Toten in Form von Geistern und Untoten zurückkehren?

Charakterbogen Jenna Knight

Charakterentwicklung als Plot-Brainstorming

Ihr seht also: Die Ausarbeitung der Charaktere ist für mich immer auch Brainstorming für den Plot. Sobald meine Figuren stehen, habe ich meist schon eine grobe Vorstellung davon, in welche Richtung sie sich entwickeln sollen.

In Kombination mit meinem Überthema (Geister und Untote) und dem beginnenden Brainstorming entsteht dann nach und nach der eigentliche Plot. In diesem Prozess mache ich mir auch viele Gedanken über den Rahmen und die Logik der Welt. Denn selbst wenn eine Welt nicht real ist, muss sie dennoch in sich schlüssig funktionieren.


Die Logik des Hauptthemas

Ich habe mir zum Beispiel lange Gedanken darüber gemacht, wie Untote und Geister in meiner Geschichte agieren. In den Medien werden beide häufig als bösartig dargestellt – abgesehen von ein paar Ausnahmen wie „Warm Bodies“ oder „Beetlejuice“.

Ich wollte jedoch (zumindest bei einer der beiden Gruppen) einen anderen Weg gehen. Doch wenn Geister nicht böse sind, nicht spuken und keine direkte Bedrohung für Menschen darstellen, stellen sich neue Fragen:

  • Welche Rolle spielen sie dann überhaupt?

  • Was ist ihr Zweck in der Welt – und in der Geschichte?

  • In welcher Anzahl treten sie auf? Usw.


Die finale Planung der Kapitel

Zu Beginn erscheint mir die geplante Kapitelanzahl (in diesem Fall 25 Kapitel) immer unglaublich hoch. Ich frage mich dann ernsthaft, wie ich das alles mit Inhalt füllen soll.

Doch sobald die Charaktere stehen, die Themen festgelegt sind und der Rahmen der Welt abgesteckt ist, platzen die Notizen pro Kapitel aus allen Nähten :D


Jetzt beginnt der Schreibprozess - also wirklich!

Damit war die Planung abgeschlossen und das eigentliche Schreiben konnte beginnen.Wie dieser Prozess ablief – und welcher Fehler mir dabei besonders großes Kopfzerbrechen bereitet hat – erfahrt ihr im nächsten Part.

Liebe Grüße

Caroline Barns

 
 
 

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